Zählt Lesbarkeit bei langen Texten mehr?

Kommt darauf an Basierend auf 17,570 Datenpunkten

Was die Daten zeigen

Lesbarkeit wirkt je nach Textlänge unterschiedlich. In manchen Längensegmenten steigen Impressions, in anderen nicht. Es gibt kein Muster, das immer gilt.

Fazit: Optimiere Lesbarkeit pro Längensegment und prüfe den Effekt in deinen Daten.

So lesen Sie dieses Diagramm

Jede Balkengruppe steht für ein Wortzahl-Segment. Die Balken zeigen relative Impressions bei unterschiedlichen Lesbarkeits-Stufen. Vergleiche nur innerhalb einer Gruppe. Wenn die Balken je Segment anders laufen, ist der Effekt gemischt.

Hintergrund

Viele SEOs glauben, lange Inhalte müssten vor allem „leicht lesbar“ sein, sonst verlieren sie Rankings. Andere sagen, Tiefe schlägt Stil. Unsere Daten aus Millionen Seiten zeigen: Der Effekt ist gemischt. Lesbarkeit hilft in einigen Längensegmenten, in anderen sieht man kaum oder keinen Vorteil.

Nächste Schritte

  1. 1

    Wortzahl-Buckets bauen high

    Teile Seiten in 4–6 Wortzahl-Gruppen und berechne relative Impressions je Gruppe.

  2. 2

    Lesbarkeits-Änderungen als A/B oder Vorher-Nachher testen high

    Ändere nur Struktur und Satzlänge auf 20–50 Seiten pro Bucket und miss CTR und Impressions.

  3. 3

    Template-Regeln festlegen medium

    Setze Standards für H2/H3, Absatzlänge, Listen und TL;DR für lange Seiten.

  4. 4

    Ergebnisse nach Intent splitten medium

    Trenne Info-, Vergleich- und Transaktionsseiten, bevor du Schlüsse ziehst.

Best Practices

  1. 1

    Segmentiere nach Wortzahl + Impressions

    Bilde 4–6 Wortzahl-Buckets und vergleiche relative Impressions je Bucket. So siehst du, wo Lesbarkeit wirklich wirkt.

  2. 2

    Teste Lesbarkeit mit CTR

    Miss CTR vor und nach Lesbarkeits-Änderungen pro Template. Gute Lesbarkeit kann Snippet-Erwartung und Onpage-Erlebnis besser matchen.

  3. 3

    Kürze Absätze auf 2–4 Zeilen + Scrolltiefe

    Nutze kurze Absätze und klare Zwischenüberschriften. Prüfe Scrolltiefe oder Engagement, nicht nur Rankings.

  4. 4

    Baue TL;DR-Block ein + Verweildauer

    Setze oben eine 3–5 Zeilen Zusammenfassung. Das hilft vor allem bei informativen Queries und langen Seiten.

Häufige Fehler

  • Ein Lesbarkeits-Zielwert für alle Seiten

    Du glättest wichtige Fachbegriffe und verlierst Suchintent-Treffer.

  • Nur auf Lesbarkeits-Tools schauen

    Du optimierst Scores, aber nicht Klarheit, Struktur und Query-Abdeckung.

  • Lange Inhalte ohne Navigation

    Nutzer finden Antworten nicht schnell genug und springen ab.

Was funktioniert

  • + Bessere Orientierung für Nutzer bei komplexen Themen
  • + Oft bessere CTR und weniger Pogosticking bei passenden Intents
  • + Skaliert gut über Templates und Redaktionsregeln

Was nicht funktioniert

  • - Kein stabiler Effekt über alle Textlängen
  • - Tool-Scores können in die falsche Richtung führen
  • - Zu starke Vereinfachung kann Relevanz kosten

Expertentipp

Wenn der Effekt je Wortzahl-Bucket schwankt, schau auf Intent und SERP-Layout. Lesbarkeit hilft oft dort, wo Google viele schnelle Antworten zeigt. Baue dann klare Kurzantworten, Sprungmarken und präzise Beispiele ein.

Häufig gestellte Fragen

Welche Lesbarkeits-Metrik soll ich nutzen?
Nimm eine konsistente Metrik pro Sprache und vergleiche nur innerhalb derselben Site. Wichtiger ist der Test gegen Impressions, CTR und Engagement.
Hilft bessere Lesbarkeit direkt beim Ranking?
Nicht zuverlässig. Sie wirkt oft indirekt über Nutzersignale, Klarheit und bessere Abdeckung von Subfragen.
Gilt das auch für B2B und Fachthemen?
Ja, aber Fachsprache ist oft nötig. Optimiere Struktur und Führung, nicht das Weglassen von Fachbegriffen.
Soll ich lange Inhalte kürzen, wenn die Lesbarkeit niedrig ist?
Nicht automatisch. Kürze Wiederholungen, aber behalte Tiefe, Beispiele und klare Schritte.
Wie erkenne ich das passende Längensegment?
Nutze Wortzahl-Buckets und teile zusätzlich nach Seitentyp oder Intent. Dann siehst du, wo Lesbarkeit den größten Hebel hat.
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Methodik

Alle Daten stammen von echten Websites, die von SEOJuice erfasst werden. Wir verwenden den neuesten Snapshot pro Seite, sodass jede Seite einmal zählt. Wir filtern nach Seiten mit mindestens 10 Google Search Console Impressionen und gültigen Ranking-Positionen (1-100).

Die Daten werden wöchentlich aktualisiert. Korrelation bedeutet nicht Kausalität — diese Erkenntnisse zeigen Zusammenhänge, keine garantierten Ergebnisse.

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