Schaden kaputte Links dem Ranking?

Kommt darauf an

Was die Daten zeigen

In Daten aus Millionen Seiten sehen wir keinen klaren, starken Zusammenhang zwischen kaputten Links und Rankings. Viele Fehler zu fixen bleibt trotzdem sinnvoll für UX und Crawlbarkeit.

Fazit: Kaputte Links sind selten ein direkter Ranking-Killer, aber oft ein Qualitäts- und Crawling-Problem.

So lesen Sie dieses Diagramm

Jeder Balken zeigt eine Gruppe von Seiten nach Fehlerniveau. Die Höhe zeigt die relativen Impressionen dieser Gruppe. Achte auf einen klaren Trend von links nach rechts. In unseren Daten ist die Linie eher flach, daher kein starkes Signal.

Hintergrund

Viele SEOs sagen: Kaputte Links drücken Rankings direkt. Andere sehen es als reines UX-Thema. Unsere Auswertung über Millionen Seiten zeigt kein klares Muster bei relativen Impressionen. Der Effekt hängt eher vom Kontext ab, nicht vom Fehler allein.

Nächste Schritte

  1. 1

    Crawl + Fehlerliste bauen high

    Erstelle eine Liste aller internen 4xx/5xx inkl. Inlinks und Statuscode.

  2. 2

    Nach Impact priorisieren high

    Sortiere nach organischen Landingpages, Inlinks, und Crawl-Frequenz aus Logs.

  3. 3

    Fix-Plan pro Fehlerart medium

    200-URL verlinken, 301 nur bei Match, sonst 404/410 sauber ausspielen.

  4. 4

    Monitoring aufsetzen medium

    Tracke wöchentlich neue 4xx/5xx und setze Alerts bei sprunghaften Anstiegen.

Best Practices

  1. 1

    404s scannen (Anzahl pro 1.000 URLs)

    Crawle wöchentlich wichtige Verzeichnisse. Fixe neue 404-Spitzen zuerst.

  2. 2

    Interne Linkziele reparieren (Anteil interner 4xx in %)

    Ersetze interne 4xx-Ziele durch 200-URLs. Setze nur dann 301, wenn es ein echtes Äquivalent gibt.

  3. 3

    Broken Outbound Links prüfen (Anzahl pro Template)

    Finde defekte externe Links in Navigation, Footer und Content-Modulen. Fixe Template-Links vor Einzelartikeln.

  4. 4

    Soft-404s reduzieren (Soft-404-Rate in %)

    Gib bei fehlenden Seiten echte 404/410 aus. Vermeide 200-Seiten mit „nicht gefunden“-Text.

Häufige Fehler

  • Alles auf die Startseite weiterleiten

    Das verwässert Relevanz und macht Fehler schwerer zu finden.

  • Fehler nur nach Anzahl priorisieren

    Viele 404s auf unwichtigen URLs sind oft egaler als wenige auf Money-Pages.

  • Crawler-Reports ohne Logdaten bewerten

    Du fixst Seiten, die Google kaum crawlt, und übersiehst echte Crawl-Hotspots.

Was funktioniert

  • + Bessere UX durch weniger Sackgassen
  • + Sauberere Crawlbarkeit und Linkfluss intern
  • + Weniger Support-Tickets und weniger Frust

Was nicht funktioniert

  • - Hoher Aufwand bei großen Sites ohne Priorisierung
  • - Redirect-Ketten können neue Probleme schaffen
  • - Externe Links brechen oft ohne dein Zutun wieder

Expertentipp

Miss nicht nur „Broken Links“. Miss „Broken Links auf Seiten, die Google oft crawlt“. Nimm Logdaten, kombiniere sie mit Inlinks, und fix zuerst die Top 20 URLs mit echtem Crawl- und Traffic-Anteil.

Häufig gestellte Fragen

Sind kaputte interne Links schlimmer als kaputte externe Links?
Meist ja. Interne Links steuern Crawling und interne Signale direkter.
Muss ich jede 404 sofort fixen?
Nein. Fixe zuerst 404s auf stark verlinkten und stark besuchten Seiten.
Sind 301-Redirects immer die beste Lösung?
Nein. Nutze 301 nur bei sehr ähnlichem Ersatz. Sonst ist 404/410 oft sauberer.
Können kaputte Links die CTR senken?
Indirekt ja, über schlechte UX und mehr Abbrüche. Das ist kein direkter Ranking-Faktor.
Wie passt das zu Core Web Vitals?
Es ist ein anderes Thema. Core Web Vitals messen Speed und Stabilität, nicht Link-Fehler.
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Methodik

Alle Daten stammen von echten Websites, die von SEOJuice erfasst werden. Wir verwenden den neuesten Snapshot pro Seite, sodass jede Seite einmal zählt. Wir filtern nach Seiten mit mindestens 10 Google Search Console Impressionen und gültigen Ranking-Positionen (1-100).

Die Daten werden wöchentlich aktualisiert. Korrelation bedeutet nicht Kausalität — diese Erkenntnisse zeigen Zusammenhänge, keine garantierten Ergebnisse.

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