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Durchgangsrate bei Vitals

Eine Kennzahl aus Feldmessungen, die angibt, wie viele echte Besuche die Core- Web- Vitals- Schwellenwerte von Google in Bezug auf Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität erfüllen.

Updated Apr 04, 2026

Quick Definition

Vitals-Pass-Rate ist der Anteil echter Nutzerseitenaufrufe (Real-User Page Views), die alle Schwellenwerte der Core Web Vitals gleichzeitig erfüllen: LCP, INP und CLS. Das ist wichtig, weil Google die Nutzererfahrung anhand von Felddaten bewertet und eine niedrige Pass-Rate in der Regel auf Performance-Schulden auf Template-Ebene hinweist, die die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.

Vitals-Pass-Rate ist der Anteil echter Nutzerbesuche, die alle drei Core Web Vitals-Schwellenwerte gemeinsam erfüllen: LCP ≤ 2,5s, INP ≤ 200ms und CLS ≤ 0,1. In der Praxis zeigt sie dir, wie oft deine Seiten tatsächlich schnell genug für Nutzer sind – nicht nur, wie sie in Lighthouse-Screenshots wirken.

Das ist wichtig, weil Google Feld- (nicht Labor-)daten nutzt – also nicht dein bestes Test-Laborergebnis. Wenn deine wichtigen Templates in den Chrome-UX-Report-Daten unter der 75%-Marke liegen, besteht ein Problem mit der Page Experience. Nicht immer eine Ranking-Katastrophe. Aber definitiv ein Qualitäts-Signal, das du ernst nehmen solltest.

Was als „Pass“ zählt

Der Standard-Referenzwert ist das 75. Perzentil. Google will, dass mindestens 75% der Besuche für jede Kennzahl die „gute“ Schwelle erreichen. In der Google Search Console wird das im Core Web Vitals-Report nach URL-Gruppen zusammengefasst – nicht nach jeder einzelnen URL.

Diese Gruppierung ist hilfreich für die Priorisierung. Aber sie ist auch unordentlich. Die GSC kann Seiten zusammenfassen, die sich unterschiedlich verhalten – besonders auf großen E-Commerce-Seiten mit Facettennavigation, Lokalisierung oder gemischten JS-Lasten.

Wo du die Daten bekommst

  • Google Search Console: am besten für Trend-Tracking und URL-Muster-„Triage“.
  • Chrome UX Report (CrUX): die Quelle hinter Googles Feld-Daten, verfügbar über API und BigQuery.
  • RUM-Tools: SpeedCurve, Akamai mPulse, Raygun oder New Relic für tägliche Segmentierung nach Template, Gerät und Geografie.
  • Screaming Frog: keine Feld-Datenquelle, aber nützlich zum Mapping problematischer Templates und zum Abgleich mit indexierbaren URL-Sets.

Ahrefs, Semrush, Moz und Surfer SEO sind nicht der Ort, an dem du die Vitals-Pass-Rate direkt misst. Sie helfen bei Priorisierung, Traffic-Chancen und dem wettbewerblichen Kontext. Anderer Job.

Wie SEO-Teams sie einsetzen sollten

Nutze die Pass-Rate als Template-Priorisierungs-Kennzahl, nicht als Eitelkeits-KPI. Wenn Kategorie-Seiten 38% des organischen Umsatzes liefern und auf Mobile eine Pass-Rate von 61% haben, sollte dort zuerst die Engineering-Zeit hin.

Typische Lösungen sind vorhersehbar: Bildkomprimierung, Preload-Disziplin, Kürzen von Drittanbieter-Skripten, serverseitiges Rendering, Hydration-Aufteilung und das Reduzieren von Layout Shifts durch Ads oder spät nachladende Komponenten. Auf JS-lastigen Websites ist INP heute meist das teure Problem. LCP bekommt die meiste Aufmerksamkeit. INP verursacht die Regressionen.

Praktisches Ziel: Halte interne SLOs bei 80%+ und nicht bei 75%, damit normales Release-Rauschen dich nicht in die Gefahrenzone drückt.

Wichtige Hinweise

Übertreibe diese Kennzahl nicht. Google hat nie gesagt, dass Core Web Vitals relevanter sind als Relevanz, Links oder Content-Qualität. Googles John Mueller hat wiederholt betont, dass die Page Experience generell als „Tie-Breaker“ dient – nicht als primäres Ranking-System. Das entspricht dem, was die meisten SEOs in der Praxis sehen.

Außerdem sind CrUX-Daten verzögert und stichprobenbasiert. Kleine Websites haben möglicherweise nicht genug Ursprungs- oder URL-Level-Daten. Internationale Websites können in US-Tests gut aussehen und auf schwächeren Android-Geräten in schlechten Netzen deutlich scheitern. Wenn du nur Lighthouse prüfst, verpasst du das komplett.

Fazit: Die Vitals-Pass-Rate ist nützlich, weil sie dich dazu zwingt, die Performance echter Nutzer skaliert zu betrachten. Verwechsle sie nur nicht mit einem einzelnen Ranking-Hebel. Es ist ein operativer SEO-Maßstab – kein Zauber.

Frequently Asked Questions

Was ist eine gute Vitals-Pass-Rate?
Ziel darauf ab, dass mindestens 75 % der echten Nutzeraufrufe der Seite alle drei Core Web Vitals Schwellenwerte bestehen. Für interne Auswertungen ist 80 % oder mehr sicherer, weil dir das einen Puffer für mögliche Release-Regressions und saisonale Traffic-Schwankungen gibt.
Ist die „Vitals Pass Rate“ ein direkter Google-Rankingfaktor?
Es lässt sich eher als Page-Experience-Signal beschreiben denn als ein starker Ranking-Hebel. Google hat wiederholt deutlich gemacht, dass Relevanz und die Qualität des Contents wichtiger sind, und die Core Web Vitals wirken in der Regel eher als sekundärer Unterscheidungsfaktor.
Wie unterscheidet sich die Vitals-„Pass Rate“ vom Lighthouse-Score?
Lighthouse ist Labordaten aus einem kontrollierten Test. Der Vitals-Pass-Rate-Wert stammt aus Felddaten – also von echten Nutzern auf echten Geräten und in echten Netzwerken. Für SEO-Entscheidungen sind die Felddaten die relevanteren.
Kann ich die „Vitals Pass Rate“ in der Google Search Console messen?
Ja, indirekt. GSC zeigt den Status der Core Web Vitals nach URL-Gruppen an, was hilfreich ist, um fehlerhafte Templates zu erkennen. Wenn Sie genaue Pass-Rate-Berechnungen nach Seitentyp benötigen, nutzen Sie CrUX oder eine RUM-Plattform.
Welche Core Web Vitals beeinflussen die Bestehensquote?
LCP, INP und CLS. Ein Besuch gilt nur dann als „bestanden“, wenn er für alle drei Kennzahlen die „gute“ Schwelle erreicht – deshalb kann eine schwächere Kennzahl die Gesamtzahl insgesamt nach unten ziehen.
Warum besteht meine Website in Test-Tools, aber scheitert in CrUX?
Da Nutzer auf Ihrem MacBook Pro nicht über das WLAN im Büro testen. CrUX spiegelt langsamere Mobiltelefone, instabile mobile Netzwerke, Cookie-Banner, Werbeskripte und regionale Performance-Probleme wider, die Labor-Tests häufig übersehen.

Self-Check

Welche Vorlagen erzielen den größten Anteil an organischem Umsatz, liegen jedoch unter einer 75%-Mobile-Pass-Rate?

Sehe ich mir Feld- bzw. Nutzerdaten aus GSC (Google Search Console) oder CrUX (Chrome UX Report) an – oder nur Labordaten von Lighthouse?

Ist INP wirklich der Engpass, obwohl das Team sich weiterhin auf LCP konzentriert?

Repräsentieren meine URL-Gruppen in der GSC tatsächlich eine ähnliche Seitenleistung bzw. ein ähnliches Verhalten der Seiten, oder maskieren sie Unterschiede durch Templates?

Common Mistakes

❌ Die Lighthouse-Scores als Ersatz für die „Vitals Pass Rate“ echter Nutzer behandeln.

❌ Einen einzigen standortweiten Kennwert berichten, ohne die Performance nach Vorlage, Gerät und Markt aufzuschlüsseln.

❌ Streben, die 75%-Marke exakt zu erreichen, statt ein Engineering-Ziel von 80%+ festzulegen.

❌ Angenommen, bessere Trefferquoten werden schwachen Content, eine mangelhafte interne Verlinkung oder dünne Backlink-Profile ausgleichen.

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